Whey-Protein – Was ist es und was kann es?

Zum anderen sind wir mit den Gepflogenheiten der Milchindustrie nicht einverstanden, die der übermäßige Milchverbrauch der Menschen und dem Jammern nach immer günstigeren Preisen mit sich bringt.

Warum wir dennoch Fans eines nachhaltig und fair produzierten Whey-Proteins sind, erfährst du in diesem Artikel.

Der beste Teil der Milch

Ja – Whey-Protein zählt zu den Milchprodukten, denn es wird aus Milch hergestellt.

In der Milch gibt es hauptsächlich zwei Proteine – das Casein und die Molke (Whey). Dem Casein wird im Bezug auf unsere Gesundheit sehr viel Negatives und Schädliches zugeschrieben. Der Molke dagegen ausschließlich Positives – mit einem kleinen Abstrich bei einer eventuellen Laktoseintoleranz.

Bei der Käseherstellung werden Casein und Molke getrennt. Das Casein wird zu Quark und Käse weiterverarbeitet. Nach ein paar weiteren Produktionsschritten bleibt das Beste der Milch 😉 übrig – das Whey-Protein-Pulver.

Entscheidend für die Qualität des Wheys ist die Herkunft des Rohstoffes und die Verarbeitung.

Die Zusammensetzung der Milch von Bio-Kühen, die neben dem Stall auch auf der Weide stehen, ist eine gänzlich andere als die von konventionell gehaltenen und behandelten Kühen.
Die Milch enthält neben einer größeren Menge an Immunglobulinen verschiedene Vitamine sowie die gesunde Fettsäure CLA. Bemerkenswert ist auch ein besseres Verhältnis von Omega3- zu Omega6-Fettsäuren, was sich bekanntlich positiv auf die Entzündungsneigung des Körpers auswirkt.

Bei der Erzeugung und Verarbeitung von Whey-Protein gibt es große Unterschiede. Es gibt schonendere Verfahren und nicht so schonende Verfahren mit eingesetzten Chemikalien und starker Filtration, um den Proteingehalt noch höher zu bekommen (über 88%). Bei letzterem Verfahren besteht die Gefahr, dass die Proteine denaturieren, d.h. sie sind in ihrer Struktur verändert bzw. nicht mehr intakt sind.

Daher bevorzugen wir ein Whey-Protein-Konzentrat, das zwar mehr Kohlenhydrate und Fett enthält als ein Isolat oder Hydrolysat, aber bei der Herstellung schonender behandelt werden kann.

Gut? Ja. 

Es gibt zahlreiche Studien zum Thema Whey-Protein in Bezug auf die Gesundheit sowie zu verschiedenen Krankheitsbildern. Den positiven Auswirkungen werden folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • ein leicht konsumierbares Protein mit einer hohen Bio-Verfügbarkeit – das heißt, ein Großteil des eingenommenen Proteins wird „ordnungsgemäß“ verdaut und steht dem Körper zur Verfügung
  • ein sehr hoher Anteil an Cystein (Aminosäure) – sie ist für gewöhnlich der limitierende Faktor bei der Bildung unseres wichtigsten körpereigenen Antioxodants, dem Gluthation, das zahlreiche Aufgaben bei der Entgiftung und dem Schutz gegen freie Radikale in unserem Körper übernimmt
  • hohe Anzahl an Immunglobulinen, die eine wichtige Rolle in der Abwehr spielen
  • Ebenfalls gut für die Immunabwehr und um Eisen im Darm zu binden, ist Lactoferrin, das ebenfalls in größeren Mengen im Wheyprotein enthalten ist
  • Whey ist ein schnell verfügbares, leicht verdauliches Protein und kann somit bei der Proteinsythese helfen – Thema Muskelaufbau

Einsatzgebiet

Da Whey-Protein sehr schnell ist, die Aminosäuren rasch im Blut verfügbar sind und durch verschiedene Zusammenspiele auch einen Insulinausstoß auslöst, ist das Protein in größeren Mengen am besten vor oder nach dem Training aufgehoben, damit es dem Muskelerhalt/ -aufbau am besten dienen kann.

Wer es gerne zu einem anderen Zeitpunkt zu sich nehmen möchte, dem empfehlen wir die Aufnahme ein wenig zu verlangsamen, durch das Hinzutun von etwas fett- oder ballaststoffreichem – dadurch ist der Insulinausstoß in der Summe kleiner und die Sättigung hält länger an.
Hierzu kann das Proteinpulver mit Nussmilch angerührt werden oder als leckere Grundlage im Müsli dienen.

Nachteile

Die Nachteile liegen auf der Hand: Trotz der Verarbeitung ist es ein Milchprodukt, nicht vegan und für alle Laktoseintoleranten keine Option. Wer nur leicht empfindlich ist, kann es mit einem Whey-Isolat versuchen, denn ein Wheyprotein-Konzentrat hat mehr Kohlenhydrate in Form von Milchzucker (Laktose). 

Dennoch ist es möglich, dass eine Person keine Milch verträgt – aber Whey sehr gut. Denn im Gegensatz zur Empfindlichkeit gegenüber Casein gibt es diese gegenüber Whey eher selten.

 

Tsutsumi, R., and Y. M. Tsutsumi. “Peptides and proteins in whey and their benefits for human health.” Austin J Nutri Food Sci 1.1 (2014): 9.

Pal, Sebely, and Simone Radavelli‐Bagatini. “The effects of whey protein on cardiometabolic risk factors.” Obesity Reviews 14.4 (2013): 324-343

Bananen-Pancakes mit leckerer Mandelcreme

Zutaten (2-3 Portionen):

Zubereitung:

Die reifen Bananen mit einer Gabel oder Pürierstab zu einem Brei verarbeiten. Die Eier dazu geben und gut verrühren. Dann das Kokosmehl, Salz und Backpulver einrühren. Kurz stehen lassen, damit das Kokosmehl die Flüssigkeit binden kann. Sollte der Teig danach zu fest sein und gar nicht von einem Esslöffel fliessen, ein weiteres Eiweiß hinzugeben.

Die Pfanne mit ausreichend Kokosöl auf mittlere Hitze aufheizen, anschließend 3-4 kleine Portionen des Teiges mit einem Esslöffel in die Pfanne geben. Wenn nötig mit dem Löffel etwas nachhelfen, damit die Pancakes die richtige Form bekommen und etwas flacher werden.
Dann den Deckel auf die Pfanne tun (wichtig!) und die Pancakes geduldig stocken lassen. Anschliessend vorsichtig umdrehen und von der anderen Seite etwas anbräunen.

Auf die noch warmen Pancakes etwas Mandelcreme verstreichen, dann verläuft sie etwas und verteilt sich sehr gut.

Und … genießen! ⭐️

Erythrit – Süß ohne Sünde?

Was ist Erythrit und wo kommt es her?

Erythrit ist ein sogenannter Zuckeralkohol (Polyol) – nein, mit dem Alkohol den wir kennen, hat das recht wenig zu tun.
In der Natur kommt Erythrit in reifen Früchten, wie beispielsweise Melonen, Weintrauben und Birnen vor. Aber auch in Wein und Käse ist Erythrit zu finden.

Erythrit ist nichts körperfremdes, denn unser Körper wandelt einen Teil der Glucose aus unserer Nahrung in Erythrit um.
Um Erythrit künstlich herzustellen, benötigt man Stärke – ein komplexes Kohlenhydrat. Eine gut verfügbare Quelle ist Mais, aus dem der Großteil der weltweiten Produktion in mehreren Schritten erzeugt wird. Der hauptsächliche Prozess wird mit Hilfe von Bakterien bewerkstelligt – durch Fermentierung entsteht Erythrit – ähnlich wie bei der Käseproduktion.

Da Mais eines der am meisten gentechnisch veränderten Lebensmittel (GMO) ist, sollte man unbedingt auf ein Bio-Produkt zurückgreifen, da hier die Verwendung von GMO-Mais verboten ist.

Die Magie – So wird Erythrit verstoffwechselt

Erythrit hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Der Großteil wird im Dünndarm aufgenommen, von den Nieren verstoffwechselt und ausgeschieden. Ein kleiner Rest gelangt weiter in den Dickdarm und wird dort unverdaut ausgeschieden oder von Darm-Bakterien verarbeitet.

Der Einfluss auf die Insulin-Ausschüttung scheint gering, da lediglich der süßliche Geschmack eine kleine „Insulin-Vorreaktion“ auslöst. Da aber keine Glucose das Blut erreicht, entfällt die normale viel größere Insulinausschüttung.

Mehr zum Thema Insulin: Insulin – Wer bist du? Freund oder Feind?

Vergleich: Haushaltszucker

Im Vergleich zu Haushaltszucker hat Erythrit folgende Vorteile:

  • ca. 10% der Kalorien
  • greift die Zähne nicht an
  • hat keinen Einfluss auf den Blutzucker

Da Erythrit nur 70% der Süßkraft von Zucker besitzt, muss je nach Rezept etwas mehr genommen werden oder man kann seine Geschmacksknospen gleich etwas von der extremen Süße des normalen Zuckers entwöhnen 😉 und die selbe Menge nehmen.

Vergleich: künstliche Süßstoffe

Im Vergleich zu künstlichen Süßstoffen hat Erythrit folgende Vorteile:

  • ist dem Körper nicht „fremd“
  • es entstehen keine Nebenprodukte beim Abbau, die im Verdacht stehen der Darmflora zu schaden
  • der Geschmack muss gewöhnlich in Produkten nicht „überdeckt“ werden

Vergleich: andere Zuckeralkohole/Polyole 

Die Zuckeralkohole sind eine Gruppe von organischen Verbindungen. Teilweise kommen sie in der Natur vor, aber es gibt auch Polyole, die nur künstlich erzeugt werden.

Die verschiedenen Kandidaten unterscheiden sich darin wie, wo und ob sie vom Körper verarbeitet werden. Dies hat Auswirkungen auf ihre Verträglichkeit und ihren Brennwert (kcal).

Das Xylit ist dem Erythrit von der Benutzung und Gewinnung etc. am ähnlichsten, hat aber den großen Nachteil, dass es je nach individueller Bakterienverteilung im Darm in Glucose umgewandelt werden kann und dann sehr ähnlich wie normaler Zucker mit allen Nachteilen wirkt.
Daher hat Xylit auch mehr „Kalorien“ als Erythrit.

Die Zuckeralkohole Maltitol, Mannitol und Sorbitol werden zum Großteil bis in den Dickdarm transportiert und dort von den Bakterien verarbeitet. Dies kann zu einer verstärkten Bildung von Gasen und entsprechenden Bauchschmerzen führen.

Erythrit hat somit folgende Vorteile gegenüber anderen Zuckeralkoholen:

  • weniger Kalorien
  • besser verträglich
  • weniger potentielle Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel

Erythrit/Zuckeralkohole in der Nährwert-Tabelle

In der Nährwert-Tabelle zählt Erythrit streng genommen zu den Kohlenhydraten, von daher sehen Produkte mit Erythrit auf den ersten Blick nicht so „lower-carb“ aus.

Wie bereits erwähnt, werden diese „Kohlenhydrate“ im Fall des Erythrits nicht zu Glucose umgewandelt und können somit von den „echten“ Kohlenhydraten, die auf den Blutzucker wirken, abgezogen werden.

Hier kannst du ein hochwertiges Bio-Erythrit zu einem fairen Preis bestellen.

Vorteile

  • zahnfreundlich
  • „verdauungsfreundlich“
  • weniger Kalorien
  • keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel

Nachteile

  • minimale Auswirkungen auf den Insulinspiegel
  • keine „Entwöhnung“ vom süßem Geschmack

Fazit/Empfehlung

Erythrit scheint nun die Wunderwaffe schlechthin zu sein, ohne Reue zu sündigen. Ja, dies ist schon möglich.

Für einen gesunden Lebensstil empfehlen wir dennoch, sich zuerst von der Süße des Zuckers durch einen 30-tägigen Entzug – ja, auch von Früchten – zu entwöhnen. Dadurch verändert und normalisiert sich die Beziehung zu Lebensmitteln und „Süßem“ im Regelfall erheblich – oftmals vergehen Problematiken mit Heißhunger auf Zucker etc.

Wer anschließend mit „Süßem“ besser umgehen kann, dem empfehlen wir Erythrit für seine Leckereien zu benutzen 🙂