Welches Training solltest du bei Stress meiden?

Manche Arten von Training können den Stress verstärken, anstatt ihn zu lindern. In diesem Artikel betrachten wir, welche Trainingsarten bei Stress vermieden werden sollten und welche Alternativen es gibt, um den Körper zu unterstützen.

Die Physiologie von Stress:

Stress löst im Körper eine komplexe Reaktion aus. Der Hypothalamus aktiviert die Stressachse, wodurch Hormone wie Cortisol und Adrenalin freigesetzt werden. Diese Hormone erhöhen den Blutzuckerspiegel, steigern die Herzfrequenz und bereiten den Körper auf eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion vor. Bei chronischem Stress können diese Reaktionen jedoch zu gesundheitlichen Problemen führen, darunter Bluthochdruck, geschwächtes Immunsystem und Schlafstörungen.

Verschiedene Trainingsarten bei Stress:

Aerobes Training (z. B. Laufen, Radfahren): Aerobes Training ist oft eine beliebte Wahl zur Stressbewältigung, da es die Freisetzung von Endorphinen fördert und die Stimmung verbessern kann. Allerdings kann intensives aerobes Training bei hoher Stressbelastung kontraproduktiv sein. Es kann den Körper zusätzlich belasten, das Immunsystem beeinträchtigen und die Erschöpfung verstärken.

Hochintensives Intervalltraining (HIIT): HIIT ist bekannt für seine Effektivität bei der Verbesserung der Fitness in kurzer Zeit. Bei Stress kann jedoch HIIT den Stresshormonspiegel weiter erhöhen und das Nervensystem überlasten. Menschen, die bereits unter starkem Stress stehen, sollten HIIT-Workouts vermeiden oder sie stark modifizieren.

Krafttraining: Krafttraining bietet viele Vorteile, darunter Muskelaufbau und eine verbesserte Körperhaltung. Allerdings erfordert Krafttraining eine angemessene Erholungszeit zwischen den Trainingseinheiten. Bei Stress kann ein zu intensives Krafttraining zu zusätzlicher Erschöpfung führen und den Stresslevel erhöhen.

Empfehlungen für Training bei Stress:

  • Moderates aerobes Training: Statt hochintensivem Laufen oder Radfahren kann moderates Gehen oder sanftes Yoga eine bessere Option sein. Diese Aktivitäten können den Stress abbauen, ohne den Körper zu überlasten.
  • Entspannungstechniken: Integriere Entspannungstechniken wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Atemübungen in deine Routine, um die Stressreaktion des Körpers zu reduzieren.
  • Regeneration: Achte darauf, ausreichend zu schlafen und dem Körper genügend Zeit zur Erholung zu geben, insbesondere wenn du unter chronischem Stress stehst.

Individuelle Berücksichtigung: Jeder Mensch reagiert anders auf Stress und Bewegung. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu erkennen und das Trainingsprogramm entsprechend anzupassen. Wenn das gewählte Training zusätzlichen Stress verursacht oder den Körper überlastet, ist es ratsam, die Intensität anzupassen oder alternative Aktivitäten zu erkunden.

Fazit:

Sport und Bewegung können wirksame Mittel zur Stressbewältigung sein, jedoch erfordert es eine sorgfältige Auswahl der Trainingsformen, insbesondere bei bereits bestehendem Stress. Wenn du unter starkem Stress stehst, vermeide übermäßig belastende Workouts und konzentriere dich stattdessen auf sanftere Aktivitäten, die den Körper unterstützen und zur Entspannung beitragen. Höre auf die Signale deines Körpers und gestalte dein Training so, dass es dir in stressigen Zeiten hilft, anstatt zusätzlichen Druck auszuüben.

Hangry: Warum wir hungrig gereizt werden

Warum werden Menschen hangry?

Das Phänomen des Hangry-Seins, bei dem Hunger zu Reizbarkeit und schlechter Laune führt, hat tiefe biologische Ursachen. Unser Körper benötigt konstant Energie in Form von Glukose, um richtig zu funktionieren. Wenn wir längere Zeit nichts essen, sinkt unser Blutzuckerspiegel, was eine Kettenreaktion von physiologischen Reaktionen auslöst.

Wenn der Blutzuckerspiegel abfällt, signalisiert der Körper Stress, da das Gehirn nicht genügend Energie erhält. Dies führt zur Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin. Diese Hormone mobilisieren die Energiereserven des Körpers, indem sie die Freisetzung von Glukose aus der Leber erhöhen. Jedoch geht dieser Prozess oft mit einem unangenehmen Gefühl von Hunger und Unwohlsein einher.

Zusätzlich beeinflusst der sinkende Blutzuckerspiegel auch die Neurotransmitter im Gehirn, insbesondere Serotonin. Serotonin ist ein chemischer Botenstoff, der die Stimmung reguliert. Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann zu einem Rückgang des Serotoninspiegels führen, was wiederum zu Reizbarkeit und schlechter Laune beitragen kann.

Für manche Menschen ist diese Reaktion besonders ausgeprägt, abhängig von genetischen Faktoren, dem Stoffwechsel und der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Hormonschwankungen. Menschen mit Diabetes oder Stoffwechselerkrankungen können besonders empfindlich auf niedrige Blutzuckerspiegel reagieren und sind daher anfälliger für das Hangry-Phänomen.

Insgesamt ist Hangry also eine komplexe Kombination aus physiologischen Prozessen und biochemischen Reaktionen, die dazu führen, dass Hunger nicht nur physisch, sondern auch emotional spürbar wird. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse des Körpers zu achten und regelmäßig ausgewogene Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und die Stimmung zu unterstützen.

Warum werden manche Menschen hangry und andere nicht?

Die Neigung, hangry zu werden, variiert stark von Person zu Person und wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Ein wichtiger Aspekt ist die individuelle Reaktion des Körpers auf Hunger und die Art und Weise, wie der Stoffwechsel mit Schwankungen im Blutzuckerspiegel umgeht. Genetische Unterschiede spielen eine Rolle: Einige Menschen sind genetisch anfälliger für schnelle Schwankungen im Blutzuckerspiegel, was zu stärkeren Hangry-Gefühlen führen kann. Der Stoffwechsel und Hormone wie Insulin, Glukagon und Cortisol beeinflussen ebenfalls die Art und Weise, wie der Körper auf Hunger reagiert. Ernährungsgewohnheiten, Stressniveau und Gesundheitszustand spielen ebenfalls eine Rolle. Menschen mit bestimmten Gesundheitszuständen wie Diabetes können empfindlicher auf Hunger und Blutzuckerschwankungen reagieren. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßigen Mahlzeiten und Stressmanagement kann dazu beitragen, Hangry-Gefühle zu reduzieren und eine stabilere Stimmung aufrechtzuerhalten.

Was kann man tun, wenn man hangry ist?

Wenn du das Gefühl hast, hangry zu werden, gibt es einige Schritte, die du unternehmen kannst, um den Zustand zu mildern:

  • Iss regelmäßig: Vermeide es, zu lange ohne Essen zu bleiben. Regelmäßige Mahlzeiten und gesunde Snacks helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Wähle die richtigen Lebensmittel: Entscheide dich für Mahlzeiten und Snacks mit komplexen Kohlenhydraten, Proteinen und gesunden Fetten, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Trinke ausreichend Wasser: Manchmal werden Hunger und Durst verwechselt. Trinke daher ausreichend Wasser, um deinen Körper zu hydratisieren.
  • Vermeide stark zuckerhaltige Lebensmittel: Diese können zu schnellen Blutzuckerschwankungen führen, die zu einem erneuten Gefühl von Hangry führen können.
  • Praktiziere Achtsamkeit: Wenn du dich hangry fühlst, atme tief durch und erkenne deine Gefühle an. Versuche, nicht impulsiv zu reagieren, sondern bewusst und ruhig zu bleiben, während du auf eine ausgewogene Mahlzeit oder einen Snack zusteuerst.

Fazit:

Durch diese Maßnahmen kannst du deine Reaktion auf Hunger besser managen und verhindern, dass du in den hangry-Zustand gerätst. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse deines Körpers zu achten, um sowohl körperlich als auch emotional gesund zu bleiben.

Baukasten Mahlzeit-Ersatz-Shakes Teil 1

SCHRITT 1

Wähle eine Flüssigkeit

  • Wasser
  • Mandelmilch (ungesüßt)
  • Erbsenmilch (ungesüßt)
  • Eistee mit grünem Tee

Weniger Flüssigkeit ergibt dickflüssige Shakes, mehr Flüssigkeit „dünnere“ Shakes. Strebe 150-300ml pro Portion an.

SCHRITT 2

Wähle ein Proteinpulver

  • Molkenprotein
  • Erbsenprotein
  • Reisprotein
  • Hanfprotein
  • Eiklar-Protein
  • Andere Proteine oder Proteinmischungen

    + Collagen 1 TL (optional)

Einige Proteinpulver enthalten Verdicker, die die Dicke des Shakes erhöhen. Finde das Proteinpulver, das dir am besten gefällt. Verwende 1 Messlöffel pro Portion (20-30 g Protein).

SCHRITT 3

Wähle ein Gemüse

  • Dunkelgrünes Blattgemüse: Spinat / Mangold / Grünkohl
  • Kürbis / Süßkartoffel
  • Rote Beete
  • Gurke / Sellerie
  • Greens-Powder

Spinat ist in der Regel die beste Wahl, da er im Super Shake praktisch geschmacksneutral ist. Gekochter Kürbis ist auch super und passt gut zu Vanille. Strebe 1 faustgroße Portion pro Portion an.

SCHRITT 4

Wähle eine Frucht/Süsse

  • Äpfel
  • Bananen
  • Beeren
  • Kirschen
  • Datteln
  • Ananas / Mango

Gib eine Banane hinzu, um dem Shake eine ausgezeichnete Konsistenz zu geben. Datteln sind sehr süß, also nicht übertreiben. Äpfel einfach entkernen und in Spalten schneiden. Verwende frisches oder gefrorenes Obst. Strebe die Grösse einer Handfläche an.

SCHRITT 5

Wähle ein gesundes Fett

  • Walnüsse
  • Leinsamen, Hanf, Chiasamen
  • Cashewnüsse
  • Mandeln
  • Erdnuss- und Nussbutter
  • MCT-Öl Pulver
  • Avocado
  • Nussmus

Gut gemixte Nüsse und Samen verleihen dem Shake eine reiche Konsistenz. Strebe 1-2 EL roße Portion pro Portion an.

SCHRITT 6

Wähle ein Topping

  • Kokosnuss
  • Kakaonibs / dunkle Schokolade
  • Joghurt
  • Zimt
  • Eiswürfel (bei Verwendung von frischem Obst)

EXTRAS (+KOHLENHYDRATE)

Füge Haferflocken, gekochen Reis oder Quinoa hinzu, wenn du zusätzliche Kohlenhydrate benötigst, Joghurt für eine glattere Konsistenz und Eis für frisches Obst. Für Extra Ballaststoffe empfiehlt sich etwas Inulin

Alles am besten in einen Hochleistungs-Mixer oder Nutribullet geben und schön cremig mixen.