Ernährung

Glutenfrei – Warum eigentlich?!

Wenn man sich gesund ernähren will, gibt es einige Nahrungsmittel, die man ganz klar meiden sollte. Das Paradebeispiel: raffinierter Zucker – logisch! Schlecht für die Zähne und viele einfache Kohlenhydrate, die auf die Hüften schlagen. Aber Gluten hingegen? Irgendwie ist vielen nicht so ganz klar warum immer mehr Menschen eine glutenfreie Ernährung bevorzugen. Was Gluten eigentlich ist und was es so problematisch macht, wollen wir in diesem Artikel klären.

Was ist Gluten?

Gluten setzt sich aus zwei Eiweißen verschiedener Gruppen zusammen. Den Prolaminen und den Glutelinen. Allgemein spricht man zwar immer von Gluten, eigentlich ist aber nur der Bestandteil Gliadin für die meisten negativen Aspekte verantwortlich.

Gluten ist in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Emmer, Kamut und Einkorn enthalten, wobei Weizen mit etwa 50% am meisten Gluten enthält. Das heutige Getreide hat zudem nicht mehr viel Ähnlichkeit mit dem Korn, das vor einigen Tausend Jahren angebaut wurde. Durch Züchtungen wurde der Anteil von Gluten immer höher.

Diese Eiweiße des Glutens sind übrigens die sogenannten Klebereiweiße, die das Brot luftig und gleichzeitig formstabil machen. Deshalb liebt die Lebensmittelindustrie es auch so und steckt es überall rein wo es eigentlich nichts verloren hat. Also Augen auf im Supermarkt!

Warum ist Gluten problematisch?

Zuallererst müssen wir an dieser Stelle noch die verschiedenen Arten der Unverträglichkeit klären.

Zöliakie:

Die wohl schlimmste Form der Glutenintoleranz betrifft nur sehr wenige. Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die gegen Gluten mit heftigen Abwehrreaktionen vorgeht. Das Immunsystem greift bestimmte Eiweiße des Glutens an, beschädigt dabei aber auch die Schleimhaut des Verdauungstraktes. Dabei kommt es zu Entzündungen und die Darmzotten bilden sich zurück. Das kann dann zu Nährstoffmangel, Anämie (Blutarmut) und auch sonst für ein erhöhtes Risiko für viele Krankheiten führen.

Bei Menschen mit Zöliakie reicht eine minimale Menge Gluten schon aus, um diese heftigen Reaktionen hervorzurufen.

Da sich die Symptome nicht immer eindeutig äußern, ist eine Diagnose oftmals sehr schwierig und langwierig. 

Glutenunverträglichkeit / Glutensensitivität:

Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder Glutensensitivität reagieren sensibel auf Gluten. Dies kann sich in Symptomen wie Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen äußern, aber auch in Problemen die nicht sofort dem Gluten zugeschrieben werden: Müdigkeit, Depressionen, Autoimmunkrankheiten, Asthma, etc.

Anders als bei Zöliakie sind die Auswirkungen schleichend und bleiben oft unbemerkt, bzw. die Probleme werden nicht dem Gluten zugeordnet.

So wissen viele nicht, dass sie „Glutensensitiv“ sind.

Weizenallergie

Der Vollständigkeit halber erwähnen wir auch noch die Weizenallergie, da sie oftmals mit Zöliakie und Glutensensitivität in einen Topf geworfen wird. Die Weizenallergie bezieht sich tatsächlich nur auf Weizen und nicht Gluten und betrifft oftmals auch die Atemwege oder die Haut.

Doch was genau ist nun schädlich an Gluten – bzw. dem vorhin schon angesprochenen Eiweiß Gliadin, das eigentlich der Übeltäter ist?

Bestimmte Gliadin Komponenten binden sich an die dichten Verbindungen der Darmwand und zerstören diese. Normalerweise halten diese Verbindungen die Dünndarmzellen zusammen und verhindern, dass Nahrungsteilchen in den Blutkreislauf sickern können. Sind diese Verbindungen zerstört, kann es dazu kommen, dass Nahrungsbestandteile aber auch Giftstoffe ungehindert in den Blutkreislauf gelangen können. 

Der Körper betrachtet diese als Eindringlinge und Angreifer. Daraufhin wird auf Abwehr geschalten – eine Immunreaktion wird in Gang gesetzt.

Mit der Zeit kann diese Immunreaktion zu erheblichen Entzündungsprozessen im Darm führen.

Da unser Darm eigentlich dazu da ist, genau solche Giftstoffe und sonstige „Eindringlinge“ abzuhalten, liegt es auf der Hand, dass wir diese Barriere unbedingt intakt halten sollten.

Glutenfrei leben? Geht das?

Oftmals wirk der Schritt in die glutenfreie Ernährung übergroß und nicht zu schaffen. Doch mit etwas Planung, Gewöhnung und den richtigen Zutaten ist es ein Kinderspiel. Mittlerweile gibt es hochwertige, glutenfreie Zutaten zu einem fairen Preis. Dazu können wir dir auch unseren Blogartikel Low Carb Mehle, welches ist das beste + unsere Lieblingsrezepte empfehlen. Da wir von Organic Workout euch die glutenfreie Ernährung erleichtern wollen, entwickeln wir mit sehr viel Sorgfalt Produkte wie z. B. Unsere Backmischungen oder unser Protein Porridge. Garantiert glutenfrei!

Fazit

Der Verzicht auf Gluten kann für viele ein großer Schritt zu mehr Gesundheit bedeuten. Denn gerade die Gesundheit des Darms wird von vielen Experten als DIE Grundlage für ein gesundes Immunsystem und einen gesunden Körper betrachtet. Es wird ebenfalls als „zweites Gehirn“ bezeichnet, da es eine Achse zwischen Darm und Gehirn gibt, die maßgeblich zu unserer psychischen Gesundheit beiträgt.

Oftmals sagen uns Menschen: „Ich hab aber kein Problem mit Gluten“. Sie meinen in diesem Moment, dass sie nicht akut auf Gluten reagieren wie bei der Zölliakie. Unserer Meinung nach kann man erst anähernd außschließen, dass man nicht glutensensitiv reagiert, wenn man den Verzicht 30 Tage lang ausprobiert hat und keine Vorteile gespürt hat oder per Stuhltest nachgewiesen hat, dass man trotz Gluten in der Ernährung keine messbaren Entzündungsfaktoren im Darm hat.

Gluten ist ziemlich überflüssig

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist die glutenfreie Ernährung heutzutage mit vielen zugänglichen und auch leckeren Produkten sehr viel einfacher geworden. Von daher empfinden wir Gluten als ziemlich überflüssig.

„Glutenfrei“ macht gesunde Ernährung bedeutend leichter

Gluten kommt oftmals in der Kombination mit weiteren ungesunden Kandidaten oder gepaart mit weiteren Kohlenhydraten einher.

Stehen weiße Brötchen, Kekse, Kuchen und Co. nicht mehr auf dem Speiseplan, wird die gesunde Ernährung automatisch leichter.

Die Dosis macht das Gift 

Abgesehen von den Menschen mit Zölliakie kann man davon ausgehen, dass die Dosis das Gift macht. Wer größtenteils auf Gluten verzichtet, kann sicherlich ab und an ein wenig Gluten ab, ohne viel Schaden anzurichten. Dazu sind gesellschaftliche Ereignisse, Feste und Urlaub für unser psychisches Wohl viel zu wichtig 😉 

Wer von euch hat schon positive Erfahrungen mit Glutenverzicht gemacht? Erzähle es uns in den Kommentaren!

2 Kommentare

  1. Gerald sagt

    Hallo, ich habe Schuppenflechte und Arthritis. Mein bester Arzt, ein Orthopäde, gab mir die Empfehlung, mich glutenfrei zu ernähren um die Entzündungen der Fußgelenke zu reduzieren bzw. wegzukriegen. Es hat länger gedauert, man muss Geduld haben, nach ca. 3 Monaten war eine leichte Besserung vorhanden und ich verfolge diesen Ratschlag jetzt schon seit 1,5 Jahren. Meine Verdauung hat sich gebessert, das Hautbild ist schöner, fast frei und meine Fußgelenke sind fast ohne Schmerzen beweglich. Meine Frau und ich gehen 4x wöchentlich Tanzen und diese Bewegungsart tut in vieler Hinsicht gut.
    Einfach mal ausprobieren, es gibt sicher ohne Gluten keine Mangelerscheinung.
    Die Umstellung ist nur am Anfang aufwändiger, das pendelt sich aber bald ein.

    • carlotta sagt

      Lieber Gerald,

      Danke für deinen Erfahrungsbericht! Freut uns, dass es dir Dank glutenfreier Ernährung deutlich besser geht!
      Weiterhin viel Gesundheit wünscht

      das Organic Workout Team

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