Scheitern ist kein Zufall: Die 5 Risikofaktoren von Neujahrsvorsätzen

1. Zu perfektionistisch sein: Warum hohe Ideale zum Scheitern führen

Perfektionismus zählt zu den am häufigsten übersehenen Risikofaktoren für das Scheitern von Neujahrsvorsätzen. Das False Hope Syndrome beschreibt, dass Menschen regelmäßig überschätzen, wie schnell und umfassend sie ihr Verhalten verändern können. Perfektionistische Personen formulieren Ziele häufig in extrem hohen Standards und reagieren überempfindlich auf kleinste Abweichungen. Dieses „Alles-oder-nichts“-Denken kann die Aufrechterhaltung neuer Routinen deutlich erschweren: Bereits ein kleiner Rückschlag wird als vollständiges Versagen interpretiert, was wiederum die Motivation reduziert und zum Abbruch des gesamten Vorhabens führen kann.

Auch die Angst vor Fehlern spielt eine wichtige Rolle. Wer sich keine Toleranz für Lernprozesse zugesteht, gerät schnell in eine Schleife aus Selbstkritik und Demotivation. Nachhaltige Zielerreichung erfordert flexible Standards, eine realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und die Bereitschaft, Rückschläge als Teil des Lernprozesses anzuerkennen.

2. Keine Ausnahmen erlauben: Wie strikte Regeln zur Erschöpfung führen

Ein weiterer Grund, warum Vorsätze scheitern, liegt in der übermäßigen Strenge, mit der viele Menschen ihre neuen Verhaltensregeln umsetzen. Das konsequente Verbieten von Ausnahmen beim Essen und Sport erfordert kontinuierliche Selbstkontrolle. Willenskraft ist allerdings keine unerschöpfliche Ressource. Je häufiger Menschen Impulse unterdrücken oder sich gegen Gewohnheiten entscheiden müssen, desto stärker sinkt die Fähigkeit, langfristig diszipliniert zu handeln.

Wenn keine Ausnahmen erlaubt sind, wird ein einzelner Regelbruch häufig als Scheitern interpretiert. Dadurch entsteht ein paradoxes Verhalten: Ausgerechnet die Vorgaben, die eigentlich helfen sollen, führen durch die mentale Erschöpfung eher dazu, in alte Muster zu verfallen. Ausnahmen dagegen, beispielsweise Cheat Days oder flexible 80/20-Regeln, erleichtern es, das Verhalten langfristig aufrechtzuerhalten, da sie Rückfälle nicht als Katastrophe begreifen.

3. Zu viel wollen: Warum Überambitionierung Routinen verhindert

Während ein gewisser Enthusiasmus zu Jahresbeginn motivierend wirken kann, führt das Verfolgen von mehreren umfangreichen Vorsätzen häufig zum Scheitern. Menschen, die zu viel auf einmal verändern möchten, überschätzen ihre Möglichkeiten. Neue Verhaltensweisen können nur dann stabil werden, wenn sie häufig wiederholt, klar ausgelöst und gut im Alltag verankert sind. Wer mehrere große Projekte parallel startet, verteilt seine Aufmerksamkeit so stark, dass keine stabile Routine mit klaren Prioritäten entstehen kann. 

Die Vielzahl an Vorsätzen kann Entscheidungen erschweren, das Stressniveau erhöhen und die Motivation schwächen. Hilfreich ist es daher, das gesetzte Ziel in kleinere, erreichbare Teilziele zu zerlegen und diese klar zu definieren.

4. Das “Wie” vergessen: Warum gute Vorsätze ohne konkrete Pläne scheitern

Viele Neujahrsvorsätze scheitern nicht an mangelnder Motivation, sondern an fehlenden Strukturen. Zielerreichung hängt weniger von dem “Ob”, sondern vom “Wie” ab. Die Theorie der Implementation Intentions betont die Bedeutung konkreter Wenn-Dann-Pläne („Wenn es 18 Uhr ist, gehe ich zum Training“).

Ohne diese Struktur ist ein Vorsatz oft nicht mehr als eine vage Absicht. Durch Strukturen und konkrete Wenn-Dann-Pläne sind die Vorsätze weniger anfällig für Ablenkungen, Stress oder spontane Stimmungswechsel.

5. Soziale und kontextuelle Hindernisse: Warum das Umfeld oft stärker ist als der Wille

Ein weiterer Faktor liegt in der sozialen und räumlichen Umgebung, in der Menschen versuchen, neue Gewohnheiten zu etablieren. Diese kann Veränderungsprozesse sowohl unterstützen als auch blockieren. Vorbilder und Unterstützungsnetzwerke können enormen Einfluss auf das Durchhaltevermögen haben. Fehlt diese Unterstützung oder steht das Umfeld sogar im Widerspruch zum Vorsatz, steigt die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns deutlich. Beispiele sind alltäglich: Wer gesünder essen möchte, aber mit Personen zusammenlebt, die häufig ungesunde Lebensmittel kaufen, steht vor permanenten Versuchungen. Ähnlich kann ein berufliches Umfeld mit langen Arbeitszeiten den Vorsatz erschweren, regelmäßig Sport zu treiben. Der Kontext erzeugt damit nicht nur zusätzliche Hürden, sondern beeinflusst auch Erwartungen, Motivation und die wahrgenommene Selbstwirksamkeit.

Öffentliche Ankündigungen ohne klaren Umsetzungsplan können sich leicht ins Gegenteil verkehren: Sie erzeugen sozialen Druck, ohne dass bereits Strukturen existieren, die das Vorhaben tatsächlich tragen. Sinnvoller ist es, die eigenen Vorsätze gezielt mit Menschen zu teilen, die konstruktiv unterstützen, realistische Rückmeldungen geben und sanft an die Umsetzung erinnern. Dieser gezielte soziale Rückhalt wird häufig unter dem Begriff Accountability gefasst, ein Prinzip, das nachweislich die Wahrscheinlichkeit erhöht, neue Gewohnheiten erfolgreich zu etablieren.

Sieben Ballaststoff-Mythen, die du kennen solltest

Mythos 1: Ballaststoffe stecken nur in Vollkornprodukten

Vollkornbrot und Müsli sind klassische Ballaststoffquellen, aber längst nicht die einzigen. Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Gemüse und bestimmte Früchte liefern reichlich Ballaststoffe. Besonders lösliche Fasern aus Flohsamenschalen, Leinsamen oder Chiasamen sind ideal, wenn du dich glutenfrei oder lower carb ernährst. Sie unterstützen die Verdauung, ohne große Mengen an Kohlenhydraten zu liefern.

Mythos 2: Ballaststoffe sind Ballast

Zwar werden Ballaststoffe im Dünndarm tatsächlich nicht verdaut, doch das macht sie keineswegs nutzlos – im Gegenteil. Im Dickdarm dienen sie als Nahrung für wertvolle Darmbakterien. Diese produzieren daraus kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, die entzündungshemmend wirken und die Darmgesundheit fördern. Ballaststoffe sind also aktive Unterstützer deines Mikrobioms und kein „Ballast“.

Mythos 3: Je mehr Ballaststoffe, desto besser

Mehr ist nicht immer mehr. Eine zu schnelle oder übermäßige Aufnahme kann zu Blähungen, Völlegefühl oder Verdauungsbeschwerden führen – besonders, wenn du dich bisher eher ballaststoffarm ernährt hast. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa 30 Gramm pro Tag für Erwachsene. Wichtig ist, die Zufuhr langsam zu steigern und ausreichend zu trinken, damit die Fasern quellen und ihre Wirkung entfalten können.

Mythos 4: Ballaststoffe machen träge oder bremsen die Verdauung

Das Gegenteil ist der Fall: Ballaststoffe regen die Verdauung an. Unlösliche Fasern, etwa aus Gemüse oder Schalen von Obst, erhöhen das Stuhlvolumen und beschleunigen die Darmpassage. Lösliche Ballaststoffe, etwa aus Flohsamenschalen oder Inulin, wirken dagegen sanft regulierend. Die richtige Kombination beider Arten sorgt für eine ausgeglichene Verdauung und ein gutes Bauchgefühl.

Mythos 5: Lower-Carb und ballaststoffreich schließen sich aus

Viele verbinden Ballaststoffe automatisch mit Kohlenhydraten, dabei sind sie selbst keine verwertbaren Zucker. Gerade bei einer lower carb Ernährung spielt die Qualität der Kohlenhydrate eine zentrale Rolle. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Nüsse, Samen, Leinsaat oder Gemüse liefern wertvolle Fasern ohne Zuckercrash. So bleibt dein Blutzucker stabil, während deine Darmflora versorgt wird.

Mythos 6: Ballaststoffe braucht man nur für die Verdauung

Sie können noch viel mehr: Studien zeigen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und bestimmte Krebsarten senken kann. Zudem fördern sie ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, ein wichtiger Faktor, wenn du auf dein Gewicht achtest oder Heißhunger vermeiden möchtest.

Mythos 7: Ballaststoffe schmecken langweilig

Von wegen! Ballaststoffe lassen sich genussvoll in den Alltag integrieren, ob als Topping aus knackigen Saaten, in cremigen Nussmusen oder in proteinreichen Snacks mit Flohsamenschalen.

Fazit

Ballaststoffe sind echte Multitalente: Sie fördern die Verdauung, unterstützen das Immunsystem und helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Dabei kommt es nicht auf Brot und Getreide an, sondern auf die Vielfalt: Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten und lower carb Produkte können die empfohlene Menge problemlos liefern.

Fünf kreative Lower Carb Pizza-Beläge für deinen glutenfreien Boden

1. Herbstliche Birnen-Ziegenkäse-Pizza 🍐

Süß trifft herzhaft – die perfekte Kombi für alle, die es außergewöhnlich mögen.

  • Basis: Frischkäse oder Creme Fraiche
  • Dünne Birnenscheiben
  • Ziegenkäse oder Feta
  • Walnüsse für extra Crunch
  • Frischer Rucola nach dem Backen
  • Optional: ein Hauch Honig oder Agavendicksaft

👉 Ballaststoffreich, voller Antioxidantien und ein echtes Highlight für gemütliche Abende.


2. Protein Deluxe 💪

Für alle, die ihren Eiweißbedarf lecker decken wollen.

  • Basis: Tomatensauce oder Frischkäse
  • Hähnchenbruststreifen
  • Babyspinat & rote Paprika
  • Feta oder Ziegenkäse
  • Getoppt mit Sesam oder Kürbiskernen

👉 Extra viel Protein + gesunde Fette – perfekt nach dem Training.


3. Green Goddess 🌿

Grün, frisch und richtig leicht.

  • Basis: Selbstgemachtes Pesto
  • Zucchini-Spaghetti (spiralisiert)
  • Brokkoli-Röschen (vorgegart)
  • Avocadoscheiben nach dem Backen
  • Pinienkerne & frisches Basilikum

👉 Vitamin- und Mineralstoff-Bombe, die satt macht, ohne zu beschweren.


4. Tex-Mex Lower Carb 🌶️

Feurig, würzig und richtig sättigend.

  • Basis: Tomatensauce mit Paprika-Chili-Würze
  • Rinderhack oder vegane Hack-Alternative
  • Jalapeños & Paprika
  • Ein Klecks Guacamole oder Sour Cream nach dem Backen
  • Frischer Koriander

👉 Viel Geschmack, wenig Carbs – für alle, die es spicy lieben.


5. Lachs & Frischkäse 🐟

Nordisch frisch und richtig elegant.

  • Basis: Frischkäse-Dill-Creme
  • Räucherlachs
  • Baby-Spinatblätter
  • Radieschen-Scheiben für Crunch
  • Zitronensaft & schwarzer Sesam

👉 Omega-3-Power trifft cremigen Genuss..


Fazit

Ob fruchtig mit Birne, proteinreich mit Hähnchen oder leicht mit viel Gemüse – unser glutenfreier Lower Carb Pizza-Boden ist die perfekte Basis für deine individuellen Kreationen. Schnell zubereitet, super verträglich und immer ein Highlight auf deinem Teller.

Super easy Pizza-Waffeln

Zutaten:

Zubereitung:

Den Teig nach Packungsanweisung anrühren, Kugeln (6-7 cm) rollen und in die Mitte des Waffeleisens legen.

Wenn die Waffeln nach einigen Minuten goldbraun sind, nach Belieben belegen und in den Backofen für weitere 10-15 Minuten geben. 

Selbstliebe und wertvolle Verbindung – der unterschätze Treiber unserer Gesundheit

„Disconnect“ von uns selbst und anderen

Wir sind durch soziale Medien, What´s App und Co so stark vernetzt wie nie zuvor. Unsere bewussten, tiefen Verbindungen im Geiste dagegen verkümmern mehr und mehr. Das ist ein trauriger Fakt.
Soziale Medien können positives bewirken, aber ohne Bewusstsein schaffen sie Pseudo-Verbindungen und treiben uns oftmals in unsere tiefen Ängste und Glaubenssätze „nicht gut genug“ zu sein. Denn wir schauen uns tagtäglich inszenierte Geschichte von makellosen Menschen an, die in unseren Augen glücklich sind und scheinbar alles haben.
Gepaart mit gesellschaftlichen Vorgaben, die als erstrebenswert und wertvoll gelten: Stärke, Ehrgeiz, Reichtum, Anerkennung, Erreichen/Leisten, Perfektion – ist dies ein hervorragendes Rezept, die Verbindung zu uns selbst zu verlieren. Diese wird uns förmlich abtrainiert und wir setzten uns selbst eine Maske auf. Ein Versteckspiel und die Angst, unsere wundervolles, unperfektes, wahres, liebenswertes Ich zu zeigen, beginnt.

Viele stehen im Leben und in ihren Beziehungen, wie in einer voll gefüllten Bahnhofshalle, umgeben von Menschen und sind doch alleine. Ohne tiefe Verbindung zu anderen und verlassen von sich selbst.
Was im Außen nicht so tragisch zu sein scheint bekommt eine große Tragweite, wenn man in unser evolutionäres Erbe anschaut. Unserer immer noch vorherrschende innere Programmierung ist darauf aus das wir überleben. In der Geborgenheit eines „Stammes“ war das Überleben im Laufe der Evolution sehr viel wahrscheinlicher.
Wir sind soziale Lebewesen und überleben nicht nur in der richtigen Umgebung, wir erblühen. Die Realität ist eine andere wir stehen heute oftmals verloren, alleine auf weiter Flur, ohne den Glauben an uns selbst – das ist toxisch und schadet unsere Gesundheit.

Menschen mit guten Verbindungen sind gesünder

Zahlreiche Studien bestätigen: Menschen, die mehr alleine sind, als sie es sein möchten haben ein deutlich höheres Risiko (chronisch) krank zu werden. Ebenso sind zahlreiche, messbare Parameter, welche die Gesundheit eines Menschen abbilden, schlechter.
Auch die Wahrnehmung von (chronischen) Schmerz ändert sich bedeutend, wenn sich Menschen einsam oder glücklich fühlen.

In einer große Studie der Harvard Universität, die in den 40er Jahre begonnen wurde und 724 Männer über den Verlauf von 75 Jahren beobachtet hat, zeigt deutliches und eindeutiges Fazit in Bezug auf die Faktoren, was zu einem glücklichen und gesunden Leben beiträgt:

  •  Menschen mit tiefen Verbindungen zu Familie und Freunden sind gesünder, glücklicher und leben länger
  • Die Menschen, die mit 50 Jahren am glücklichsten waren, waren mit 80 am gesündesten
  • Positive Verbindungen schützen von allem das Gehirn vor dem Altern. Erinnerungsfähigkeit, Schnelligkeit und Denkvermögen profitieren immens.

Andere Studie zeigen, das unser Sozialleben und unsere Verbindungen einen grösseren Einfluss auf unsere Gesundheit haben und eine bessere Vorhersage des Verlaufs der Gesundheit liefern als Bewegung, BMI, Alkohol und Zigarettenkonsum.

Die Basis für tiefe Verbindungen ist Selbstliebe und achtsames (Selbst)Mitgefühl

Da ich der festen Überzeugung bin, das wir keine tiefen Verbindungen zu anderen aufbauen können, wenn wir keine liebevolle Verbindung zu uns selbst haben. Möchte ich meine Geschichte mit dir teilen.
Ich habe in meinem Leben mit der Herausforderung wahre Verbindungen zu schaffen und sie zuzulassen, eine langen Weg hinter mir. Denn ich kam als hochsensibles Kind auf die Welt. Ich fühlte mich von der Welt sehr schnell unverstanden – die gelebten Werte um mich herum waren so anders als das, was ich im Inneren spürte. Meine Welt war hoch emotional, voller Empathie und Mitgefühl für alles um mich herum und zu Beginn auch für mich selbst. Doch mir wurde schnell gezeigt, dass dies in dieser Welt gefährlich ist. Und es dauerte nicht lange, bis ich all dies als Schwächen identifizierte, mich später sogar dafür verachtetet und aus Scham und Schutz eine große Wand „hochzog“.
Um mich für das Leben zu wappnen und in der besten Absicht wurde ich mit einiger Härte erzogen. Natürlich sollte ich das in meinem Leben erreichen, was die Gesellschaft als „glücklich“ bezeichnet.
Dennoch führte mich dies immer weiter von meiner Intuition und der Verbindung zu mir selbst weg – ich konnte meine wirklichen Bedürfnisse nicht mehr länger „hören“ oder spüren. Zudem war das Wohlbefinden anderen wichtiger. Ein Beispiel, über das ich heute schmunzeln kann ist das ich mich früher dafür entschuldigte, wenn mir jemand aus Unachtsamkeit auf den Fuß trat oder am Bahnhof anrempelte, weil ich im Weg stand.
Ich wurde dennoch zu einer ehrgeizigen, erfolgreichen Kämpferin, die sich Ziele setzten konnte und diese erreichte. Wie ich mich dabei fühlte? Verloren, unverstanden und oft verzweifelt. Und ich überforderte mich extrem oft, was zu meiner mehrjährigen chronischen Krankheit führte.
Das sanfte, emotionale, emphatische Ich lebte immer noch in mir, aber durch meine äußere Härte und die Verachtung für mich selbst zog ich oft herausfordernde Dinge in mein Leben, die zu meiner Meinung und Gefühl über mich passten. Menschen inklusive mir selbst behandelten mich oft sehr unsensibel gemäß meiner äußeren Maske. Dies verletzte mich sehr und gleichzeitig konnte ich keine Menschen, die mir Wertschätzung und Liebe zeigten, wirklich an mein Innerstes lassen, da ich mich niemals liebenswert und wertvoll fühlte. Sondern von Grund auf falsch.
Im Jahr 2019, nach meiner chronischen Krankheit, folgte ich einem inneren Ruf und machte mich auf den Weg, der sich später als mein Weg zur Selbstliebe herausstellte. Es war eine heftige Reise mit unzähligen auf und abs, unglaublich vielen Erkenntnissen, Wahrheiten und fantastischen Begegnungen mit wundervollen Menschen.
Ich stehe an einem Punkt, an dem ich mich für keine meiner Emotionen verurteile, vielmehr nehme ich sie wahr und schaue sie mir vorurteilslos an. Ich schäme mich nicht – weder für meinen Weg noch für mein Selbst und kann mich liebevoll behandeln. Da ich mich bedingungslos als wertvoll und liebenswert erachte. Nichts auf diese Welt kann den Respekt für mich selbst und die Liebe, die ich für mich empfinde, brechen – denn ich weiß endlich wer bin.
Dies ist die absolute Basis für eine ehrliche, aufrichtige Kommunikation und tiefe Verbindungen mit nahestehenden Menschen, ohne Angst vor den Konsequenzen sich verletzlich zu zeigen.

Was hilft auf dem Weg zu mehr Selbstliebe?

Es ist schwer, hier einen einheitlichen Weg zu finden, denn wir kommen alle aus unterschiedlichen Situationen und habe Glaubenssätzen, die aus unterschiedlichen Erlebnissen resultieren.
Dennoch gibt es einiges, das ich dir mitgeben möchte:

Geduld und Bewusstsein

Wenn du dich weiter oben erkannt hast, sei verständnisvoll und geduldig mit dir. Der Weg zu mehr Verbindung und Selbstliebe ist meist ein längerer, aber stetiger. Er startet mit Bewusstwerdung und Selbstbeobachtung – du bist nicht deine Gedanken – du bist der/diejenige, der/die die Gedanken beobachtet.

Mut & Hilfe

Hab keine Angst hinzuschauen, sei mutig für dich! Auf der anderen Seite der Angst ist alles was du von Herzen verdienst. Wenn du Begleitung beim „Hinschauen“ brauchst oder traumatische Erlebnisse aufzuarbeiten hast suche dir einen Menschen/Therapeuten dem du vertrauen kannst. Und auch dann: sei geduldig, es passiert nicht von einem auf den anderen Tag.

Nicht Aufgeben

Gib bei Rückschlägen nicht auf. Es ist ok zu stolpern und auch hinzufallen. Du wirst wieder aufstehen und weiterlaufen! Sei auch hier verständnisvoll für dich… das passiert und es ist keine Schande!

Vertrauen & Umgang mit Kritik

Bleibe achtsam. Du darfst dich liebevoll kritisieren, wenn es zielführend und berechtigt ist.
Glaub und vertraue deinem Weg und lass dich von außen nicht verwirren.
Andere Menschen oder die Gesellschaft müssen deinen Weg nicht verstehen. Es ist dein Weg und keiner kann diesen in der Tiefe beurteilen, denn niemand steckt in deinem Körper und niemand hat die Emotionen so gefühlt, wie du sie gefühlt hast.
Und vergiss nicht – Kritik ist oft ein Ausdruck eigener Unzulänglichkeiten des Gegenübers oder die Verteidigung der inneren Balance. Denn nichts stört das zwanghafte Gleichgewicht, andere Menschen mehr als „Bewusstsein“ oder ein „erwachender“, hinterfragender Mensch. Prüfe Kritik und nehm sich an, verarbeite sie oder lass sie gehen.

Basics des effizienten und gesunden Fettabbaus

Oftmals wird an der Spitze der Pyramide angefangen, obwohl die Basics nicht sitzen. Das Ergebnis kurzfristiger Erfolg & mehr Mühe als wirklich notwendig.⁠

Gesundheit ist der absolute „Hauptschalter“. Funktionieren alle biochemischen Prozesse gut, ist es ein viel leichter die übergeordneten Elemente zu nutzen um ans Ziel zu kommen. Wenn diese nicht stimmen & unser Körper beispielsweise den Grundumsatz (Erhaltungs-Kalorienverbrauch) niedrig halten will (!) oder intern durch Stresshormone seine eigene Glukose „produziert“ werden wir evtl. auch mit einer „1200 Kalorien-Diät“ nich in ein Kaloriendefizit kommen.⁠

Viele Menschen schauen zuerst auf die Makronährstoffe (z.B. LowCarb). Dennoch werden wir es nicht schaffen, wenn am Ende des Tages mehr Energie zur verfügung steht als der Körper verbraucht.⁠
Die wichtige Paarung des Kaloriendefizits ist das Krafttraining. Wir wollen unserem Körper die Botschaft geben das er trotz Kaloriendefizit die Muskeln erhalten soll. Wir brauchen sie für eine gesund Struktur und um den Grundumsatz nicht abzusenken.⁠

Die Makronährstoffe sind eine schöne Stellschraube um Prozesse zu „verstärken“. Sie haben Auswirkungen auf unserer Botenstoffe (Hormone). Somit können wir durch eine Ernährung mit weniger Kohlenhydraten tendentiell den Effekt des Defizit weiter pushen und mit Extra-Eiweiss den Erhalt der Muskulatur weiter sicher.⁠
Bewegung im Alltag zahlen natürlich weiter auf das Kaloriendefizit ein & helfen vielen Menschen beim Entstressen – von daher hilfreich, aber nicht entscheidend wenn man die ersten zwei Stufen im Griff hat.⁠
Cardio ein Muss beim Abnehmen? Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Es kann das Defizit verstärken & wenn man es gerne macht auch zum Ausgleich beitragen. Aber für viele Menschen ist es ein weiterer Stressor und sorgt für Minuspunkte an der Basis. Wie immer … die Dosis macht das Gift.⁠

Die Milch macht’s?! Früher gehyped … heute verpönt?

Wo liegen potenzielle Probleme der Milch?

Ich gehe in diesem Abschnitt auf die rein physiologischen, potenziellen Probleme im menschlichen Körper ein. Das die klassische Milchindustrie im Hinblick auf ethische Aspekte des Tierwohls absolut daneben ist, brauchen wir nicht zu diskutieren.

(Alpha1) Casein

Die Milch besteht aus zwei Proteine – Casein- und Molke-Protein (Whey). Je nachdem welche Rasse an Kühen die Milch produziert ist das Casein anders strukturiert. In der Industrie wird fast ausschließlich die Holsteiner buntgefleckten Kuh zu Milchproduktion verwendet, da sie am widerstandsfähigsten ist.

Die Milch diese Kuh enthält das sogenannte Alpha1-Casein, dieses wird in unserem Körper in einen problematischen Stoff das Beta Caseinomorphin umgewandelt. Es hat eine stark abhängig machende Wirkung. Wer hätte das gedacht? Nicht verwunderlich, das es Menschen sehr schwerfällt auf Milch zu verzichten.

Laktoseintoleranz

Ob wir nach dem Kindesalter noch Laktose vertragen, hängt stark davon ab, aus welchem Breitengraden unsere Vorfahren kommen. Umso weiter wir in den Norden gehen, desto besser ist die Toleranz.

Typische Unverträglichkeit Symptome sind Übelkeit, Bauchschmerzen und ein geblähter Unterleib.

Blutzucker und Insulinspiegel

Trotz des recht geringen Kohlenhydrat-Anteils in der Milch ist sie wie Raketentreibstoff für den Blutzucker und infolgedessen auch für den Insulinspiegel.

Dafür verantwortlich ist nicht primär die Makronährstoffeverteilung, sondern die grundsätzliche Zusammensetzung der Milch. Denn die Milch soll ja kleine Kühe groß machen. Und für jegliche wachtumsfördernde Prozesse ist ein hoher Blutzuckerspiegel von Vorteil (Muskeln) oder Nachteil (Fett)-, wie man es sieht.

Starke Verarbeitung

Milch hat in der Tradition schon immer einen festen Platz in der Ernährung gehabt. Heute haben wir andere Gegebenheiten in unserer Umwelt und das Endprodukt ist ein gänzlich anderes. Während früher viel mehr die Milch direkt vom Bauern konsumiert wurde, ist es heute ein maximal stark verarbeitetes Lebensmittel, das zur Verlängerung der Haltbarkeit erhitzt wird und auch entfettet wird, um vor allem der „low-calories, low-fat“ Bewegung gerecht zu werden. Unter beiden Verfahren verliert die Milch die wertvollen Eigenschaften, die den schlechten Eigenschaften gegenüber die Waage gehalten haben.

Wie können die Probleme sich im Körper äußern?

Nehmen wir „wirkliche“ Allergien und Intoleranzen aus, ist es mit der Milch ähnlich wie mit anderen potenziellen „Stressoren“ (Gluten, Lektine etc). Solange unsere Gesundheit in Ordnung ist, können wir sicherlich ein gewisses Maß tolerieren und wegstecken. Sobald unsere Körper zu viele „Baustellen“ hat, kann dies der Tropfen sein, der das Fass zum überlaufen bringt.

Typische Probleme des Milchkonsums:

  • Hautprobleme/Akne
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schwierigkeiten beim Abnehmen
  • Wassereinlagerungen

 

 

Exkurs: Und was ist mit Whey-Protein?

Ja, auch Whey-Protein ist ein Milchprodukt. Ich nenne es aber oft: den besten Teil der Milch, da das „kritische“ Casein abgetrennt ist und es zahlreiche positive Studien zum Thema Whey-Protein im Bezug auf die Gesundheit sowie zu verschiedenen Krankheitsbildern gibt. Den positiven Auswirkungen werden folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • ein sehr hoher Anteil an Cystein (Aminosäure) – sie ist für gewöhnlich der limitierende Faktor bei der Bildung unseres wichtigsten körpereigenen Antioxidans, dem Glutathion, das zahlreiche Aufgaben bei der Entgiftung und dem Schutz gegen freie Radikale in unserem Körper übernimmt.
  • die hohe Anzahl an Immunglobulinen, die eine wichtige Rolle in der Abwehr spielen.
  • ebenfalls gut für die Immunabwehr und die Regulierung des Eisenspiegels ist Lactoferrin, das auch in größeren Mengen im Wheyprotein enthalten ist.

Achtsam eingesetzt ist es hervorragend zur Unterstützung des Muskelaufbaus geeignet.

Hier kannst du noch mehr über Wheyprotein lesen.

Lösungen und Alternativen zu „normaler“ Milch

A2 Milch

Im Gegensatz zur Holsteiner Buntgeschekten gibt es Jersey-Kühe, die A2 Milch produzieren, das gilt übrigens auch für Ziegen, Schafe und Büffel.

Aus dem Alpha 2 Casein dieser Milch entsteht kein Caseinomorphin!

Vor allem bei Hautproblemen hat sich dies für viele Menschen als gute Alternative herausgestellt.

Rohmilch aus Weidemilch

Auch eine traditionellere Art der Milch, die Rohmilch, kann eine gute Alternative sein. Sie ist minimalst-verarbeitet, damit viel ursprünglicher und schon in der Ausgangsform reicher an Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollem Fettsäuren.

Das liegt daran darin begründet, dass eine Kuh in der klassischen Industrie ein minderwertiges Futter bekommt und natürlich auch weniger Tageslicht.

Bei der Rohmilch stehen den kritischen Aspekten also eine ganze Reihe positiver Eigenschaften gegenüber.

Pflanzliche Alternativen

Großer Trend sind pflanzliche Milch-Alternativen – sie lösen einige Probleme der klassischen Milch. Dennoch sollte man auch hier achtsam und maßvoll konsumieren. Denn ein paar Alternativen haben einiges an verstecktem Zucker und eine sehr lange Zutaten-Liste.

Hier gilt also am besten ungesüßt, für größere Mengen z. B. in Shakes „low-carb“ Varianten benutzen und eine möglichst kurz Zutatenliste.

Fazit

Wie immer muss man das Thema individuell betrachten. So positiv wie uns die Werbung der vergangenen Jahrzehnte es uns weismachen wollte, ist die Milch definitiv nicht. Bei Intoleranzen, Problemen mit der Insulinsensitivität oder Neigung zu Hautproblemen ist sie im klassischen Sinne nicht zu empfehlen und man probiert am besten Alternativen. Ansonsten ist ein maßvoller Genuss sicher möglich – dennoch gilt umso weniger, desto besser für die Gesundheit.

Mozzarella ohne Milch? Eine tolle Alternative.

Zutaten:

    • 100 g Cashews
    • 1 TL Salz
    • etw. Pfeffer
    • 1 TL Oregano
    • 1 TL Basilikum
    • 1 TL Trocken-Hefe oder Flocken
    • 35 g Gelatine (zu wenig > mind. 40 g)
    • 50 ml Olivenöl
    • 200 ml ungesüßte Mandelmilch

Zubereitung:

Die Cashews über Nacht in Wasser einweichen. Alle Cashews mit Oregano, Basilikum, Hefe, Salz und Pfeffer in einem Mixer zu einer homogenen Masse pürieren. 

Olivenöl und Mandelmilch in einer Pfanne erwärmen und die Gelatine bei mittlerer Hitze einrühren und 5 Minuten köcheln lassen. Alles zusammen in einen Mixer geben, bis eine homogene Paste entsteht und in eine geeignete Form geben. Nach dem Abkühlen bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.